Design und technische Barrieren

Ein paar Grundgedanken zum Thema Design und technische Barrieren auf Webseiten.

Design der Internetseite

  • Auf die Qualität der Webseite achten, also z.B. keine Rechtschreibfehler, keine Counter- und sonstige Services, nicht zuviel Werbung
  • Aufteilung und Navigation klar und in übersichtlichen Bereichen,  dabei auf Themenrelevanz achten
  • Anklickbare Elemente sichtbar kennzeichnen und den Linktext berücksichtigen, auf interne Verlinkung achten

Technische Barrieren

  • Dynamische Webadressen durch CMS-Systeme bei welchen es für dieselben Zielseiten unterschiedliche Adressen über wechselnde Parameter gibt, was den Suchmaschinen Probleme mit der Relevanz macht (Welche Zielseite ist jetzt die wichtige / richtige?)
  • Von der Startseite weg mit “Cookie-Zwang” weil die Robots keine Cookies akzeptieren (Da geht der Robot gleich wieder ohne was einzulesen)
  • Session-IDs von der Startseite weg und deshalb keine langfristige Indexierung in den Suchmaschinen (”Diese Seite ist nicht mehr gültig” beim Aufruf eines Google Suchergebnisses)
  • Veraltete Frame-Seiten (Schon mal auf ner Seite ohne Navigation nach Aufruf eines Suchergebnisses gelandet?)
  • Von Suchmaschinen ignoriertes JavaScript
  • Navigation in Flash in dann in Javascript verpackt
  • AJAX liefert keinen verwertbaren Inhalt aus

Ein weiteres Problem bei Unternehmenswebseiten ist, dass bei der Erstellung mehr aus Vertriebs- und Marketingsicht als aus Besucher- und Suchmaschinensicht gedacht wird.

Wie soll man auch bei Identifizierung mit dem Unternehmen / der Marke (neudeutsch: “Brand”) all sein Wissen beiseite stecken und aus Besuchersicht denken? Oder wer hat schon das Wissen aus Suchmaschinensicht zu “denken”?

Navigation

Viele Unternehmen haben noch eine alte Struktur, man geht davon aus dass der Kunde auf der Startseite einsteigt.

Wenn die Hauptseite sowie gewissen Unterseiten jedoch bei den Suchmaschinen indexiert sind, treffen auch Besucher auf den einzelnen Unterseiten auf.

Dann sollte er keine technischen Probleme wie bei Frame-Seiten haben, dass Teile der Navigation fehlen.

Oder einen Bannerwirrwarr, der vom Unternehmen im schlimmsten Fall sogar ablenkt und die Besucher zum BackButton zwingt.

Die Dateistruktur der Webseite sollte nicht mehr als 3 (maximal 4) Unterverzeichnisse erlauben. Mit 3 Klicks sollte ein Besucher von der Starseite weg hinkommen wo er will.

Jede Unterseite schön ausgerichtet, der Besucher landet gleich durch die Suchmaschinen auf den Klick dort wo er hinwill.

Das ist ein Ziel, jedoch müsste man bei vielen Webseiten dafür erstmal mit der Beseitigung von technischen Barrieren beginnen.

Werbeagenturen und “technische Barrieren”

Ja, die Werbeagenturen und die “technischen Barrieren”.

Wie oft habe ich in letzter Zeit neugestaltete Unternehmens-Webseiten in fast reinem Javascript mit Flash gesehen?

Zu oft: weil jede Webseite so vollgepackt mit Animation ohne Text und Beschreibungen Verschwendung ist, wenn Sie neu ist.

Das ist ein Problem der Zusammenarbeit mit Werbe-Agenturen:

Angenommen vom Unternehmen ein Etat von 15.000 Euro für die neue Webseite.

Das Unternehmen wendet sich nun an “seine” Werbeagentur für das Design.

Die Werbeagentur weiß mindestens die Grundzüge von SEO.

Aber Flash ist so schön modern und teuer, Text so langweilig und billig.

Aber billig  sind die Agenturen ja selbst nicht und da liegt der Hase im Pfeffer:

Wenn ich nun dem Kunden erstmal für sein gesamtes Budget von 15.000 Euro das Design und die Webseite fertigstelle, dann gehört mir (als Werbeagentur) der gesamte Etat-Topf.

Bestimmte technische Vorteile baut man allerdings am Besten direkt bei der Erstellung der Webseite ein, bzw. versucht von Anfang an gewissen Fehler zu vermeiden (z.B. zuviel Flash-Module und damit zu lange Ladezeiten beim Aufbau der Webseite). Denn auf der fertigen Webseite nachzubessern ist immer teuerer als am Anfang einen SEO miteinzubeziehen.

Dann würde aber höchstwahrscheinlich der Etat-Topf für die Werbeagentur kleiner, denn die SEO-Leistungen würden gleich am Anfang mit ins Budget einfließen.

Also ein paar Flash-Filmchen weniger?

Sehen Sie das Problem das gerade auf die Neuerstellung von Unternehmens-Webseiten in Zusammenarbeit mit Werbeagenturen auftritt?

Genau: warum sollten Sie bewußt einen Teil “Ihres” Etats abgeben?

In der Praxis läuft das oft so: die Werbeagenturen sagen Ihren Kunden, SEO sollte / könnte man nach der Fertigstellung dann beginnen.

Können tut man schon, kostet aber mehr…

Denn der Etat ist ja ausgeschöpft.

Ladezeiten

Beim Aufruf der Startseite, der sogennanten “Homepage” werden erstmal 4-5 verschiedene Flash-Animationen geladen - im ungünstigsten Fall.

Damit verlängert sich selbst bei DSL-Surfern der Aufbau der Webseite.

Niemand mag gern länger auf den Aufbau der Webseite warten, dann ist der Besucher wieder weg.

Kurze Ladezeiten und guter, aussagekräftiger Text.

Selbstladende Flashfilme und medial überladende Navigationselemente die einem mit 3D-Animation “ins Gesicht springen” sind manchmal schleckt klickbar und oft sogar die Links kaputt.